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Giuseppe Verdi

Don Carlos

Oper

Grand opéra in fünf Akten (Französische Urfassung)

Text Josephe Méry & Camille Du Locle

nach Friedrich Schiller

Sprache Französisch

Mittwoch 20. Jänner 2027 2 Pausen Großer Saal
Laden
Abo 12

Ticketinformationen

Ei­nen Wo­chen­tag und Lieb­lings­plät­ze wäh­len und fünf Vor­stel­lun­gen in ei­ner Sai­son ge­nie­ßen.

In die­sem Abo sind fol­gen­de Vor­stel­lun­gen ent­hal­ten:

26. November 2025Dialogues des Carmélites
07. Jänner 2026Kallirhoe (Ballett)
22. April 2026Der fliegende Holländer
06. Mai 2026Salome
03. Juni 2026Carmen
28. Oktober 2026L'Orfeo
20. Jänner 2027Don Carlos
24. Februar 2027Un ballo in maschera
26. Mai 2027Lulu
16. Juni 2027Woolf Works

Besetzung am
20. Jänner 2027

Don Carlos

Rodrigue

Étienne Dupuis

Grand Inquisiteur

John Relyea

Elisabeth de Valois

Eboli

Eve-Maud Hubeaux

Musikalische Leitung

Inszenierung

Peter Konwitschny

Szenische Einstudierung

Alexander Edtbauer

Bühne und Kostüme

Johannes Leiacker

Licht

Hans Toelstede

Inszenierung Autodaphé und Video-Regie

Vera Nemirova

Dramaturgie

Werner Hintze

4 weitere Termine

Don Carlos

Besetzung am Sonntag 17. Jänner 2027

Don Carlos

Rodrigue

Étienne Dupuis

Grand Inquisiteur

John Relyea

Elisabeth de Valois

Eboli

Eve-Maud Hubeaux

Musikalische Leitung

Inszenierung

Peter Konwitschny

Szenische Einstudierung

Alexander Edtbauer

Bühne und Kostüme

Johannes Leiacker

Licht

Hans Toelstede

Inszenierung Autodaphé und Video-Regie

Vera Nemirova

Dramaturgie

Werner Hintze
Enthalten in: Abo 23
Abo 23

Einen Wochentag und Lieblingsplätze wählen und fünf Vorstellungen in einer Saison genießen.

In diesem Abo sind folgende Vorstellungen enthalten:

26. Oktober 2025Kallirhoe (Ballett)
23. November 2025Dialogues des Carmélites
18. Jänner 2026Le nozze di Figaro
01. März 2026Luisa Miller
31. Mai 2026Eugen Onegin
20. September 2026La clemenza di Tito
25. Oktober 2026L'Orfeo
17. Jänner 2027Don Carlos
11. April 2027Tristan und Isolde
02. Mai 2027Woolf Works
Don Carlos

Besetzung am Sonntag 24. Jänner 2027

Don Carlos

Rodrigue

Étienne Dupuis

Grand Inquisiteur

John Relyea

Elisabeth de Valois

Eboli

Eve-Maud Hubeaux

Musikalische Leitung

Inszenierung

Peter Konwitschny

Szenische Einstudierung

Alexander Edtbauer

Bühne und Kostüme

Johannes Leiacker

Licht

Hans Toelstede

Inszenierung Autodaphé und Video-Regie

Vera Nemirova

Dramaturgie

Werner Hintze
Enthalten in: Zyklus »Verdi«
Zyklus »Verdi«

Zen­tra­le Wer­ke des ita­lie­ni­schen Kom­po­nis­ten Giu­sep­pe Ver­di ver­eint in ei­nem Zy­klus. Sie er­hal­ten ei­nen um­fas­sen­den Ein­blick in das mu­si­ka­li­sche Schaf­fen und die zeit­lo­se Be­deu­tung des Kom­po­nis­ten für die Opern­welt.

Alle Termine dieses Zyklus 2025/26

Alle Termine dieses Zyklus 2026/27

Mehr über Zyklen

Don Carlos

Besetzung am Mittwoch 27. Jänner 2027

Don Carlos

Rodrigue

Étienne Dupuis

Grand Inquisiteur

John Relyea

Elisabeth de Valois

Eboli

Eve-Maud Hubeaux

Musikalische Leitung

Inszenierung

Peter Konwitschny

Szenische Einstudierung

Alexander Edtbauer

Bühne und Kostüme

Johannes Leiacker

Licht

Hans Toelstede

Inszenierung Autodaphé und Video-Regie

Vera Nemirova

Dramaturgie

Werner Hintze
Enthalten in: Abo 9
Abo 9

Einen Wochentag und Lieblingsplätze wählen und fünf Vorstellungen in einer Saison genießen.

In diesem Abo sind folgende Vorstellungen enthalten:

10. September 2025Iolanta
08. Oktober 2025Die verkaufte Braut
05. November 2025Pelléas et Mélisande
04. Februar 2026Jewels (Ballett)
29. April 2026Der fliegende Holländer
09. September 2026Le nozze di Figaro
27. Jänner 2027Don Carlos
24. März 2027Pique Dame
21. April 2027Ariadne auf Naxos
09. Juni 2027Woolf Works
Don Carlos

Besetzung am Sonntag 31. Jänner 2027

Don Carlos

Rodrigue

Étienne Dupuis

Grand Inquisiteur

John Relyea

Elisabeth de Valois

Eboli

Eve-Maud Hubeaux

Musikalische Leitung

Inszenierung

Peter Konwitschny

Szenische Einstudierung

Alexander Edtbauer

Bühne und Kostüme

Johannes Leiacker

Licht

Hans Toelstede

Inszenierung Autodaphé und Video-Regie

Vera Nemirova

Dramaturgie

Werner Hintze
Enthalten in: Abo 21
Abo 21

Einen Wochentag und Lieblingsplätze wählen und fünf Vorstellungen in einer Saison genießen.

In diesem Abo sind folgende Vorstellungen enthalten:

02. November 2025Pelléas et Mélisande
01. Februar 2026La Traviata
15. Februar 2026Jewels (Ballett)
15. März 2026Le grand macabre
21. Juni 2026Il trittico
11. Oktober 2026Carmen
29. November 2026Onegin
31. Jänner 2027Don Carlos
28. Februar 2027Norma
23. Mai 2027Lulu

Über das Werk

Im Mit­tel­punkt der Er­eig­nis­se, die in der zwei­ten Hälf­te des 16. Jahr­hun­derts spie­len, steht der spa­ni­sche Kron­prinz Carlos. 

Er ist un­sterb­lich ver­liebt in Eli­sa­beth von Valois, die ihm seit Kind­heits­ta­gen zur Frau be­stimmt ist, ehe sie sein ver­wit­we­ter Va­ter Kö­nig Phil­ipp II. für sich be­an­sprucht. Die­ser pri­va­te Kon­flikt wird durch ei­nen po­li­ti­schen ver­schärft: durch die For­de­rung Car­los’ nach der Re­gent­schaft der auf­stän­di­schen nie­der­län­di­schen Pro­vin­zen – ei­ne vor dem Hin­ter­grund der In­qui­si­ti­ons­pro­zes­se und der Macht des Groß­in­qui­si­tors fa­ta­le Si­tua­ti­on.

Don Carlos

Handlung

Im Wald von Fontainebleau be­kla­gen Holz­fäl­ler die Not, in die sie der jah­re­lan­ge Krieg zwi­schen Spanien und Frankreich ge­stürzt hat. 

Elisabeth, die Toch­ter des fran­zö­si­schen Kö­nigs, ver­sucht, die Not der Ar­men zu lin­dern. Da­bei be­rich­tet sie, dass die Frie­dens­ver­hand­lun­gen vor dem Ab­schluss ste­hen. Al­le wis­sen, dass der Frie­den durch ih­re Hei­rat mit dem spa­ni­schen Thron­fol­ger Don Carlos be­sie­gelt wer­den soll.

Carlos ist heim­lich nach Frankreich ge­reist und hat Elisabeth hier ken­nen und lie­ben ge­lernt. Die bei­den tref­fen sich im abend­li­chen Wald und durch­le­ben im Vor­aus das Glück ih­res künf­ti­gen ge­mein­sa­men Le­bens. Da kommt die Nach­richt, dass Elisabeth nicht mit Don Carlos, son­dern mit des­sen Va­ter, Philipp II., ver­hei­ra­tet wer­den soll. An­ge­sichts des lei­den­den Vol­kes be­greift Elisabeth ih­re Ver­ant­wor­tung und wil­ligt in die Hei­rat ein, die ihr Glück zer­stört.

Im spa­ni­schen Klos­ter San Yuste, in dem an­geb­lich der ab­ge­dank­te Kai­ser Karl V. be­gra­ben ist, sucht Carlos Frie­den, aber er kann Elisabeth nicht ver­ges­sen. 

Ein ge­heim­nis­vol­ler Mönch scheint ihm Trost zu­zu­spre­chen. Carlos meint, den tot­ge­glaub­ten Kai­ser in ihm zu er­ken­nen. Der Mar­quis von Posa ver­sucht, Carlos für sei­ne gro­ße Idee zu ge­win­nen: die Be­frei­ung Flan­derns von der spa­ni­schen Un­ter­drü­ckung. Doch Carlos ist nicht an­sprech­bar. Er ge­steht Posa sei­ne hoff­nungs­lo­se Lie­be zu Elisabeth.

Vor dem Klos­ter er­war­ten die Hof­da­men die Kö­ni­gin. Posa über­bringt Elisabeth ein Schrei­ben ih­rer Mut­ter aus Paris und steckt ihr bei die­ser Ge­le­gen­heit ei­nen Brief von Carlos zu. Da­rin wird Posa als voll­kom­men ver­trau­ens­wür­dig emp­foh­len. Posa be­rich­tet Elisabeth von der rät­sel­haf­ten Tra­u­rig­keit, in der Carlos lebt, und bit­tet sie, ih­rem Stief­sohn ei­ne Au­di­enz zu ge­wäh­ren. In Eboli keimt die Hoff­nung, Carlos’ Un­ru­he sei dar­auf zu­rück­zu­füh­ren, dass er sie, eben­so wie sie ihn, heim­lich liebt, und dass er nun Elisabeth von die­ser Lie­be er­zäh­len will. Carlos bit­tet Elisabeth, sich bei sei­nem Va­ter für ihn zu ver­wen­den, da­mit er nach Flan­dern ge­hen kann. Bei­de ver­su­chen, sich zu be­herr­schen, wer­den aber bald von ih­ren Ge­füh­len über­wäl­tigt. Nur mit äu­ßers­ter Kraft ge­lingt es Elisabeth schließ­lich, sich aus Carlos’ Ar­men zu rei­ßen und die Be­geg­nung zu be­en­den. Der Kö­nig fin­det die Kö­ni­gin oh­ne Be­glei­tung, was dem Re­gle­ment des Ho­fes wi­der­spricht. Er ver­bannt die zu­stän­di­ge Hof­da­me aus Spanien.

Die Zeu­gen des Vor­falls zie­hen sich zu­rück, nur Posa wird von Philipp auf­ge­hal­ten. Es ver­wirrt ihn, dass die­ser Mann noch nie um ein per­sön­li­ches Ge­spräch ge­be­ten hat. Er bie­tet ihm an, ihm ei­ne be­son­de­re Gunst zu er­wei­sen. Posa nutzt die Ge­le­gen­heit, dem Kö­nig die Schre­cken der spa­ni­schen Herr­schaft in Flan­dern zu be­schrei­ben. Philipp ist vom Mut des Man­nes be­ein­druckt. Er ver­traut ihm an, dass er Elisabeth im Ver­dacht hat, ihn mit Carlos zu be­trü­gen, und bit­tet Posa, die bei­den zu über­wa­chen. Posa ist über die­sen Ver­trau­ens­be­weis au­ßer sich vor Freu­de und sieht die Er­fül­lung sei­nes po­li­ti­schen Traums in greif­ba­re Nä­he ge­rückt. Philipp warnt ihn vor der In­qui­si­ti­on.

In den Gär­ten der Kö­ni­gin fei­ert man ei­nen gro­ßen Mas­ken­ball. Elisabeth tauscht ih­re Mas­ke mit Eboli, um sich un­be­merkt zu­rück­zie­hen zu kön­nen. Eboli, Kö­ni­gin für ei­ne Nacht, schickt Carlos ei­ne Ein­la­dung zu ei­nem mit­ter­nächt­li­chen Stell­di­chein.

Carlos glaubt, dass Elisabeth ihm ge­schrie­ben hat. Zu spät er­kennt er den ver­häng­nis­vol­len Irr­tum. Eboli be­greift, dass Carlos die Frau sei­nes Va­ters liebt und wie­der­ge­liebt wird. Posa will die Prin­zes­sin tö­ten, um sie zu hin­dern, das Ge­heim­nis zu ver­ra­ten. Doch dann kommt ihm ein ret­ten­der Ge­dan­ke, und er ver­zich­tet auf den sinn­lo­sen Mord. Eboli stürzt wü­tend da­von, und Posa bit­tet Carlos, ihm al­le wich­ti­gen Pa­pie­re aus­zu­hän­di­gen, die ihn kom­pro­mit­tie­ren könn­ten.

Auf ei­nem Platz in Madrid fin­det ein gro­ßes Fest statt: ei­ne öf­fent­li­che Ket­zer­ver­bren­nung. Die fest­li­che Stim­mung wird emp­find­lich ge­dämpft, als Carlos mit ei­ner Grup­pe flan­dri­scher De­pu­tier­ter her­vor­tritt, die den Kö­nig um Frie­den für ih­re Hei­mat an­fle­hen. Als Philipp die­se Zu­stim­mung starr­sin­nig zu­rück­weist, bit­tet ihn Carlos, als Statt­hal­ter von Brabant und Flan­dern ein­ge­setzt zu wer­den. Philipp ver­wei­gert das und reizt sei­nen Sohn da­mit so, dass die­ser die Waf­fe ge­gen den Kö­nig rich­tet. Nie­mand wagt, den vor Wut Ra­sen­den zu ent­waff­nen, bis Posa ein­greift.
Der Kö­nig er­nennt den Mar­quis zum Her­zog, Carlos wird ver­haf­tet.

Der Ge­dan­ke an Elisabeths mög­li­che Un­treue und das Ge­fühl sei­ner hoff­nungs­lo­sen Ein­sam­keit rau­ben dem Kö­nig den Schlaf. Er hat den Groß­in­qui­si­tor zu sich ru­fen las­sen, weil er im Kon­flikt mit Carlos sei­nen Rat braucht.

Der Groß­in­qui­si­tor ver­spricht ihm die Ab­so­lu­ti­on im Fal­le, dass Philipp sei­nen Sohn hin­rich­ten lässt. Doch er kam ei­gent­lich aus ei­nem für ihn weit­aus schwe­rer wie­gen­den Grund zu Philipp. Er ver­langt die Aus­lie­fe­rung Posas an die In­qui­si­ti­on. Als Philipp sich wei­gert, sei­nen ein­zi­gen Freund zu ver­ra­ten, macht ihm der Groß­in­qui­si­tor klar, wer die Macht im Staa­te hat.

Elisabeth be­klagt sich über den Dieb­stahl ei­ner Scha­tul­le, in der sie ih­re per­sön­lichs­ten Din­ge auf­be­wahrt. Philipp öff­net das Käst­chen, das man ihm ge­bracht hat. Er fragt sie, was es mit dem Por­trät des In­fan­ten auf sich ha­be, das zwi­schen ih­ren Schmuck­stü­cken liegt. Ih­re Ver­tei­di­gung ver­setzt ihn in so blin­de Wut, dass er die ver­meint­li­che Ehe­bre­che­rin zu Bo­den schlägt. Eboli be­müht sich um die Zu­sam­men­ge­bro­che­ne, und Posa macht dem Kö­nig Vor­hal­tun­gen, der sei­nen un­ge­recht­fer­tig­ten Arg­wohn be­dau­ert.

Eboli bleibt mit Elisabeth al­lein und ge­steht ihr, dass sie die Scha­tul­le aus Ei­fer­sucht ge­stoh­len hat. Da sie aus ent­täusch­ter Lie­be ge­han­delt hat, ver­zeiht ihr Elisabeth. Als Eboli aber be­kennt, ein Ver­hält­nis mit dem Kö­nig zu ha­ben, ver­lässt Elisabeth schwei­gend den Raum. Eboli wird vor die Wahl zwi­schen Klos­ter und Ver­ban­nung ge­stellt. Sie bricht ver­zwei­felt zu­sam­men, doch der Ge­dan­ke an Carlos gibt ihr neue Kraft. Sie will sein Le­ben ret­ten.

Posa be­sucht Carlos im Ge­fäng­nis und ver­spricht ihm die baldige Frei­heit. Er hat es so ein­ge­rich­tet, dass man Carlos’ be­las­ten­de Pa­pie­re bei ihm ge­fun­den hat, so­dass der Kö­nig nun ihn, Posa, für den Auf­rüh­rer hält. Ein Schuss fällt, und Posa ist töd­lich ge­trof­fen. Mit letz­ter Kraft mahnt er Carlos dar­an, ih­re ge­mein­sa­me Vi­si­on von ei­nem frei­en Flan­dern in die Tat um­zu­set­zen.

Philipp will sei­nen Sohn aus der Haft ent­las­sen, muss von die­sem aber die wah­ren Zu­sam­men­hän­ge er­fah­ren. Va­ter und Sohn be­kla­gen ge­mein­sam den Tod ih­res ein­zi­gen Freun­des.

Ei­ne Sturm­glo­cke er­tönt. Eboli hat das Volk zum Auf­stand an­ge­stif­tet, um Carlos aus dem Ge­fäng­nis zu be­frei­en. Die Flucht ge­lingt in letz­ter Mi­nu­te, be­vor das Er­schei­nen des Groß­in­qui­si­tors den Auf­ruhr der Men­ge ab­rupt be­en­det.

Elisabeth und Carlos neh­men für im­mer Ab­schied von­ein­an­der. Es bleibt ih­nen nur die Hoff­nung auf ein Wie­der­se­hen in ei­ner bes­se­ren Welt.

Philipp über­gibt sei­nen Sohn der In­qui­si­ti­on. Da greift der ge­heim­nis­vol­le Mönch in das Ge­sche­hen ein und ent­zieht Carlos und Elisabeth der ir­di­schen Ge­richts­bar­keit. Al­le er­ken­nen in ihm den tot­ge­glaub­ten Kai­ser.

1. & 2. Akt ca. 135 Minuten
Pause 30 Minuten
3. Akt ca. 25 Minuten
Pause 25 Minuten
4. & 5. Akt ca. 90 Minuten

Re­gis­seur Peter Kon­wit­schny spann­te in sei­ner In­sze­nie­rung zwi­schen den Fi­gu­ren ein Be­zie­hungs­ge­flecht von atem­be­rau­ben­der Dich­te. Zu­nächst von Tei­len des Pu­bli­kums ab­ge­lehnt, er­hielt die Pro­duk­ti­on bald Kult­sta­tus und wird heu­te bei je­der Wie­der­auf­nah­me mit gro­ßer Eu­pho­rie emp­fan­gen. Die von ihm dar­über hin­aus ge­schaf­fe­ne hu­mo­ris­tisch-pan­to­mi­mi­sche Ein­la­ge zur gro­ßen Bal­lett­mu­sik Ver­dis im drit­ten Akt ver­grö­ßert die Fall­hö­he der Tra­gö­die. Be­son­de­rer Fo­kus liegt für Kon­wit­schny auf dem uto­pi­schen Mo­ment, das Ver­di mit der Er­ret­tung von Car­los und Eli­sa­beth am En­de der Oper zeigt. Für den Re­gis­seur ist der Schluss dem­nach kei­ne rea­lis­ti­sche Fort­er­zäh­lung, son­dern ei­ne Art Ve­to des Kom­po­nis­ten ge­gen den Sieg der lie­bes- und le­bens­feind­li­chen Au­to­ri­tä­ten.

Mit Don Carlos schuf Ver­di ei­nen we­sent­li­chen Bei­trag zur Gat­tung der fran­zö­si­schen Grand opéra. Di­ver­se Schwie­rig­kei­ten wäh­rend der Ein­stu­die­rung führ­ten da­zu, dass der Kom­po­nist ge­gen sei­nen Wil­len zahl­rei­che Kür­zun­gen vor­zu­neh­men hat­te, ehe das Werk 1867 sei­ne Ur­auf­füh­rung er­leb­te. Die Pro­duk­ti­on an der Wie­ner Staats­oper zeigt die re­kon­stru­ier­te Ur­fas­sung, die auch je­ne Pas­sa­gen be­inhal­tet, die Ver­di 1867 hat­te strei­chen müs­sen. Das be­son­de­re Atout die­ser Fas­sung ist ih­re sti­lis­ti­sche Ein­heit­lich­keit und ei­ne über­aus prä­zi­se psy­cho­lo­gisch aus­ge­ar­bei­te­te Fi­gu­ren­ent­wick­lung.

Ver­di hat­te bei der Kom­po­si­ti­on des Don Carlos mit zwei sehr pro­fa­nen Din­gen zu kämp­fen: mit dem Pa­ri­ser Vor­or­te-Zug und den Nach­mahl-Ge­pflog­en­hei­ten des Pu­bli­kums. Vor­stel­lun­gen durf­ten näm­lich grund­sätz­lich nicht zu früh be­gin­nen, da die Zu­schau­e­rin­nen und Zu­schau­er das Abend­es­sen ge­müt­lich und nicht über­stürzt vor ei­nem Opern­be­such ein­neh­men woll­ten. Zu­gleich durf­te ei­ne Auf­füh­rung nicht län­ger als bis zur Ab­fahrt des letz­ten Zu­ges dau­ern, der die Be­su­che­rin­nen und Be­su­cher aus den Vor­städ­ten wie­der heim­brach­te. Ein­ge­keilt zwi­schen die­sen bei­den zeit­li­chen Fix­punk­ten muss­te da­her die Par­ti­tur we­ni­ge Ta­ge vor der Ur­auf­füh­rung emp­find­lich zu­recht­ge­stutzt wer­den.

Ei­ne Ko­pro­duk­ti­on mit dem Gran Teatre del Liceu.

Häufige Fragen

Tickets für unsere Stehplätze können am Vorstellungstag ab 10 Uhr online oder an den Bundestheaterkassen erworben werden. Besitzer*innen einer BundestheaterCard können Stehplätze bereits am Tag vor der Vorstellung online buchen.

Zusätzlich steht für reguläre Abendvorstellungen ein fixes Kontingent an Stehplatztickets ab 80 Minuten vor Vorstellungsbeginn an unserer Stehplatzkassa (Eingang Operngasse) zur Verfügung.

Un­se­re Opern wer­den in den Ori­gi­nal­spra­chen ge­sun­gen – die­se sind je nach Werk un­ter­schied­lich und un­ter dem Ti­tel an­ge­ge­ben.

An je­dem Sitz­platz kön­nen Un­ter­ti­tel in ver­schie­de­nen Spra­chen über ei­nen ei­ge­nen Un­ter­ti­tel-Bild­schirm ein- oder aus­ge­schal­tet wer­den. Ne­ben der Ori­gi­nal­spra­che der Oper, Deutsch und Eng­lisch, kön­nen Sie aus bis zu sechs wei­ter­en Spra­chen wäh­len: Ita­lie­nisch, Fran­zö­sisch, Rus­sisch, Ja­pa­nisch, Spa­nisch, Chi­ne­sisch (Man­da­rin).

Bei einer Vorstellungsänderung können Sie Ihre Tickets selbstverständlich zurückgeben oder umtauschen.

Da Umbesetzungen aufgrund von Erkrankungen oder sonstigen Verhinderungen von Künstler*innen nicht auszuschließen sind, besteht in diesem Fall kein Anspruch auf Erstattung des Ticketpreises oder Umtausch.

Bei einem Nicht-Einlass in den Saal durch Zuspätkommen (auch nach der Pause) ist eine Rückgabe oder ein Umtausch des Tickets nicht möglich.

Infos zu Ihrem Besuch

Garderobe

Die Gar­der­oben be­fin­den sich ne­ben den Ein­gän­gen an der Sei­te Opern­gas­se, auf dem Bal­kon und der Ga­le­rie rechts- und links­sei­tig so­wie in den Lo­gen.
Alle Gar­der­oben im Haus sind kos­ten­frei.

Pünktlichkeit

Wir bit­ten Sie, pünkt­lich zu den Vor­stel­lun­gen zu er­schei­nen. Zu­spät­kom­men­de kön­nen erst in der Pau­se ein­ge­las­sen wer­den. Auch nach der Pau­se ist ein Nach­ein­lass nicht mög­lich.

Gastronomie

Un­se­re Gas­tro­no­mie hat ab Ein­lass für Sie ge­öff­net.
Vor der Vor­stel­lung kön­nen Sie be­reits et­was es­sen und trin­ken, oder ei­nen Tisch für die Pau­se re­ser­vie­ren.

Praktische Infos

Wei­te­re prak­ti­sche In­fos zu Ih­rem Be­such (z. B. Gas­tro­no­mie, Bar­rie­re­frei­heit, …) fin­den Sie hier.

 

Infos zu Ermäßigungen, Abos und Zyklen

Ermäßigungen

Die Wiener Staatsoper bietet folgende Angebote für vergünstigte Tickets an:

  • U27
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  • BundestheaterCard
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  • Kulturpass »Hunger auf Kunst und Kultur«
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