Über das Werk
König Gustav liebt Amelia, die Frau seines besten Freundes. Als dieser davon erfährt, tritt er einem Kreis von Verschwörern, die seit Längerem den Tod des Monarchen planen, bei und tötet den König.
Zu spät begreift er, dass ihm seine Frau letztlich treu geblieben ist …
„Keine andere tragische Verdi-Oper hat so viel Leichtigkeit, Schwung und Grazie, so viel Esprit wie Un ballo in maschera. Die (scheinbare) Heiterkeit ist eine neue Dimension in Verdis Opern, im ersten Akt von Rigoletto hat sie sich angekündigt. Aber stets schwingen Tragik, Melancholie und Todesnähe mit, werden dadurch noch verstärkt. Dieses Neben- und Miteinander, die Synchronizität von Tanz und Tod in Handlung und Musik macht die besondere und unverwechselbare tinta (musikalische Farbe) von Un ballo in maschera aus.« (Georg Titscher)
Die Oper beruht auf einer wahren Begebenheit: 1792 wurde der schwedische König Gustav III. während eines Maskenballs ermordet. Wie in der Oper war der Attentäter der adelige Anckarström, der sich verkleidet dem König näherte. Anlass für den Mord war – anders als in der Oper – nicht Eifersucht, sondern ein politischer Hintergrund: Anckarström fühlte sich vom König in seinen angestammten Rechten beschnitten und sympathisierte mit der Französischen Revolution. Aus dem historischen Geschehen entwickelte Giuseppe Verdi sehr frei eine der zentralen Opern des italienischen Repertoires.
Eine Koproduktion mit der Dutch National Opera.