Über das Werk
Der Außenseiter Faust verliert die Freude am Leben und will sich das Leben nehmen. Mephisto tritt auf und verspricht ihm Macht, Glück und Lust.
Wie im Fiebertraum begibt sich Faust mit ihm auf die Suche nach Selbstverwirklichung. In einer Welt aus Soldaten, Studenten und fantastischen Wesen entwickelt sich eine zerstörerische Beziehung zu Marguerite. Um sie zu retten, verschreibt Faust Mephisto seine Seele und stürzt in die Hölle, während Marguerite Erlösung findet.
Berlioz ließ sich nur lose von Goethes Faust-Drama inspirieren, das er bereits in den 1820er-Jahren in der populären französischen Prosaübersetzung von Gérard de Nerval las und mit großer Begeisterung 1829 zu seinem später zurückgezogenen Opus 1 Huit scènes de Faust in Musik setzte. Auf einige dieser Kompositionen, beispielsweise Marguerites Lied Le roi de Thulé (Der König von Thule), griff Berlioz für die Vertonung von La Damnation de Faust zurück.
Die konzertante Erstaufführung von La Damnation de Faust in Wien fand fast auf den Tag genau 160 Jahre vor dem Premierendatum dieser Neuinszenierung, am 16. Dezember 1866, unter dem Dirigat des Komponisten selbst und unter Mitwirkung des Wiener Singvereins statt. In der Neuinszenierung von Lydia Steier erlebt La Damnation de Faust seine szenische Erstaufführung an der Wiener Staatsoper.
