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Zum Tod von KS Ileana Cotrubaș

News |

Ehrenmitglied des Hauses am Ring 87-jährig verstorben

Die Wiener Staats­oper trauert um die gro­ße So­pra­nis­tin KS Ileana Cotru­baș, die im Al­ter von 87 ver­stor­ben ist.

All je­ne, die sie ge­hört und auf der Büh­ne er­lebt hat­ten, ge­ra­ten noch heu­te ins Schwär­men. Für nicht we­ni­ge, war sie die Vio­let­ta, die Ned­da, die Mi­mì, die Gil­da ih­rer Zeit. Aber auch als Su­san­ne oder Tat­ja­na setz­te sie Maß­stä­be. Äu­ße­re, glat­te Per­fek­ti­on war nicht, was sie such­te, son­dern künst­le­ri­sche Wahr­heit in Ge­sang und Spiel – und durch die­se wur­den bei Cotru­baș selbst ein­zel­ne Phra­sen zum Er­eig­nis, durch ih­re nu­an­cen­rei­che Farb­ge­bung Emo­tio­nen und ein­zel­ne Mo­men­te zu Mu­sik, zu hör­ba­rer und fühl­ba­rer Lei­den­schaft. Al­lein, wie sie als Vio­let­ta auf der be­rühm­ten Auf­nah­me un­ter Car­los Klei­ber (an der Sei­te von Plá­ci­do Do­min­go und Sher­rill Mil­nes) den an sie ge­rich­te­ten Brief Gior­gio Ger­monts vor­trug, schrieb Auf­füh­rungs­ge­schich­te. Und kaum ei­ne So­pra­nis­tin hat durch das ab­schlie­ßen­de »È tar­di!« Vio­let­tas Trau­er, ih­re Ver­zweif­lung, ih­re Trost­lo­sig­keit so wir­kungs­mäch­tig und ans Herz ge­hend aus­ge­ru­fen, wie sie.

Im ru­mä­ni­schen Ga­lați ge­bo­ren, be­gann die Cotru­baș ih­re Aus­bil­dung 1948 im Kin­der­chor der Bu­ka­res­ter Na­tio­nal­oper und bei Ra­dio Bu­ka­rest, spä­ter stu­dier­te sie am Kon­ser­va­to­ri­um von Bu­ka­rest und in Wien. Zahl­rei­che En­ga­ge­ments führ­ten die in Wien le­ben­de So­pra­nis­tin an die gro­ßen Büh­nen in Pa­ris, Mai­land, New York, Lon­don, Ber­lin und Ams­ter­dam so­wie zu den Salz­bur­ger Fest­spie­len und nach Glynde­bour­ne, wo­bei die Wie­ner Staats­oper für sie stets ei­ne Son­der­stel­lung, ei­ne ech­te künst­le­ri­sche Hei­mat blieb. 1969 de­bü­tier­te sie hier als Pa­mi­na (Die Zau­ber­flö­te) und war dem Haus bis 1990 u. a. als Vio­let­ta (La tra­via­ta), Ned­da (Pa­gliac­ci), Mi­mì (La Bo­hè­me), So­phie (Der Ro­sen­ka­va­lier), Gil­da (Ri­go­let­to), Tat­ja­na (Eu­gen One­gin), Zer­li­na (Don Gio­van­ni), Adi­na (L’e­li­sir d’a­mo­re), Ame­lia (Si­mon Boc­ca­ne­gra) und Mi­caë­la (Car­men) zu er­le­ben. Als streit­ba­re Dis­ku­tan­tin so­gar noch bis 2012.

1981 wur­de Ileana Cotru­baș zur Ös­ter­rei­chi­schen Kam­mer­sän­ge­rin er­nannt, 1991 mit der Eh­ren­mit­glied­schaft der Wie­ner Staats­oper aus­ge­zeich­net.

Die Wie­ner Staats­oper hisst zum Zei­chen der Trau­er die schwar­ze Flag­ge.

 

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