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Wolfgang Amadeus Mozart

La clemenza

di Tito

Oper

PREMIERE

Opera Seria in zwei Akten

Text Pietro Metastasio

in einer Bearbeitung von Caterino Tommaso Mazzolà

Sprache Italienisch

Altersempfehlung 12 +

Montag 9. März 2026 19:00 – 21:45 Eine Pause Großer Saal
Werkeinführung
30 Minuten vor der Vorstellung
im Gustav Mahler-Saal

Besetzung am
9. März 2026

Musikalische Leitung

Inszenierung, Choreografie & Bühne

Regiemitarbeit

Emily Hehl

Kostüme

Lot Lemm

Licht

Ken Hioco

Ko-Choreografie

Paul Blackman

Dramaturgie


1 weiterer Termin

La clemenza di Tito

Besetzung am Freitag 27. März 2026

Musikalische Leitung

Inszenierung, Choreografie & Bühne

Regiemitarbeit

Emily Hehl

Kostüme

Lot Lemm

Licht

Ken Hioco

Ko-Choreografie

Paul Blackman

Dramaturgie

U27   Enthalten in: Zyklus »Neuproduktionen«
Zyklus »Neuproduktionen«

Zu den für das Pu­bli­kum zwei­fel­los be­gehr­tes­ten Auf­füh­run­gen ge­hö­ren die Vor­stel­lungs­se­ri­en der Pre­mie­ren­pro­duk­tio­nen. Die Auf­merk­sam­keit rich­tet sich glei­cher­ma­ßen auf die sze­ni­schen wie mu­si­ka­li­schen Neu­in­ter­pre­ta­tio­nen von Schlüs­sel­wer­ken der Mu­sik­thea­ter­li­te­ra­tur.

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Über das Werk

Oh­ne von den Be­dro­hun­gen zu wis­sen, die ihn um­ge­ben, ver­sucht der rö­mi­sche Kai­ser Tito, sei­nem Amt und sei­nen ei­ge­nen An­sprü­chen ge­recht zu wer­den.

Groß­her­zig ver­gibt er sei­nen Geg­nern und hilft den Op­fern des Ve­suv­aus­bruchs. Auch Ser­vi­lia gibt er frei, als ihr Ge­lieb­ter An­nio ihn dar­um bit­tet. Doch Vi­tel­lia, die nach Macht strebt, stif­tet Ses­to zu Mord und Auf­ruhr an. Als das Ka­pi­tol brennt und Ses­to ge­steht, muss Tito ent­schei­den: Stra­fe oder Mil­de.

La clemenza

di Tito

Handlung

Ti­to op­fert sei­ne Lie­be dem Wil­len des Vol­kes. Er trennt sich von sei­ner Ge­lieb­ten, der Jü­din Berenice, und ist be­reit, ei­ne rö­mi­sche Pa­tri­zie­rin zur Gat­tin zu neh­men.

Vitellia, die Toch­ter des ge­stürz­ten Kai­sers Vitellio, er­hebt An­sprü­che auf den Thron. Sie ver­sucht, sich Sesto, ei­nen Freund des Kai­sers, als Werk­zeug ih­res Macht­wil­lens ge­fü­gig zu ma­chen. Sie ver­spricht ihm ih­re Gunst, wenn es ihm ge­län­ge, den Kai­ser zu tö­ten. Sesto, schwan­kend zwi­schen der Freund­schaft zum Kai­ser und der Lie­be zu Vitellia, er­klärt sich be­reit, sich der Ver­schwö­rung des Lentulo an­zu­schlie­ßen und das At­ten­tat zu wa­gen.

Annio, ein jun­ger Pa­tri­zier, be­rich­tet von der Ver­ab­schie­dung der Berenice. Da fasst Vitellia neu­e Hoff­nung und ge­bie­tet Sesto, die Tat noch ein­mal auf­zu­schie­ben. Annio bit­tet sei­nen Freund Sesto um die Ein­wil­li­gung zur Hoch­zeit mit des­sen Schwes­ter Servilia.

Zur Krö­nung Titos ver­sam­melt sich der Adel Roms auf dem Ka­pi­tol. Das ihm dar­ge­bo­te­ne Ge­schenk be­stimmt der neue Im­pe­ra­tor je­doch zur Lin­de­rung der Not der Op­fer des jüngs­ten Ve­su­vaus­bruchs. Um Sesto mit sei­ner Freund­schaft aus­zu­zeich­nen, will er des­sen Schwes­ter Servilia zur Kai­se­rin er­he­ben. Tu­gend und Freund­schaft zu för­dern, er­ach­tet er als Sinn sei­ner Herr­schaft.

Annio, der be­reit ist, sich dem Wunsch des Kai­sers zu un­ter­wer­fen, er­öff­net sei­ner Braut Servilia, dass sie von Tito zur Ge­mah­lin er­wählt wor­den sei. Sie je­doch will sich nicht fü­gen, be­kräf­tigt ih­re Lie­be zu Annio und ge­steht Tito ih­re Lie­be zu Annio, wor­auf die­ser auf ih­re Hand ver­zich­tet und selbst das Glück der Lie­ben­den be­grün­den will.

Vitellia, die wäh­rend­des­sen von der be­ab­sich­tig­ten Er­he­bung Servilias zur Kai­se­rin Kennt­nis er­langt hat, fühlt sich in ih­rem Stolz ver­letzt und drängt Sesto von Neu­em zur Tat. Wi­der­stre­bend lässt die­ser sich über­re­den, den An­schlag nun end­gül­tig durch­zu­füh­ren. Kaum je­doch ist er auf­ge­bro­chen, er­fährt Vitellia von dem neu­en Plan Titos, nun­mehr sie selbst zur Ge­mah­lin zu er­wäh­len.

Der Auf­stand des Lentulo hat be­gon­nen. Ver­ge­bens be­müht sich Vitellia, ihm Ein­halt zu ge­bie­ten. Das Schick­sal nimmt sei­nen Lauf. Das Ka­pi­tol steht in Flam­men, und weh­kla­gend sucht das Volk sich zu ret­ten. Sesto kehrt zu­rück in der Über­zeu­gung, Tito ge­tö­tet zu ha­ben. Al­le be­kla­gen den Tod des gü­ti­gen Herr­schers.

Annio be­rich­tet dem ver­zwei­fel­ten Sesto, dass der Kai­ser in dem Auf­ruhr un­ver­sehrt ge­blie­ben ist. Ein an­de­rer sei vom Dolch ge­trof­fen wor­den. Nun be­kennt Sesto sei­ne Schuld. Vitellia drängt ihn zu ei­li­ger Flucht, wäh­rend Annio rät, auf die Gna­de des Kai­sers zu ver­trau­en.

Publio lässt Sesto als den er­wie­se­nen At­ten­tä­ter ver­haf­ten. Der er­kennt nun, dass er irr­tüm­lich sei­nen Mit­ver­schwo­re­nen Lentulo, wel­cher sich tri­um­phie­rend be­reits mit dem Krö­nungs­man­tel ge­schmückt hat­te, mit dem Dolch ge­trof­fen hat.

Der durch glück­li­che Fü­gung dem Tod ent­ron­ne­ne Tito zeigt sich sei­nem Volk und sucht des­sen Leid nach dem Brand der Stadt zu lin­dern. Der Se­nat hat über Sesto das To­des­ur­teil ge­spro­chen, der Kai­ser aber zö­gert, das Ur­teil zu un­ter­zeich­nen. Er will al­lein mit dem Freund spre­chen, der ihn ver­riet. Sesto gibt das Ge­heim­nis sei­ner Tat nicht preis. Er ist be­reit, zu ster­ben. Ob­wohl ihm das Schwei­gen sei­nes schul­di­gen Freun­des ein Rät­sel bleibt, be­schließt Tito, das To­des­ur­teil auf­zu­he­ben.

Vitellia, durch Servilias Bit­ten be­stürmt, ent­schließt sich end­lich doch, Sesto durch ein Ge­ständ­nis zu ret­ten. Reu­mü­tig wirft sie sich dem Kai­ser zu Fü­ßen. Tito sieht sich von al­len ver­ra­ten. Aber er will der Ra­che nicht das letz­te Wort las­sen. Er schenkt den At­ten­tä­tern und Ver­schwö­rern Le­ben und Frei­heit. Das Volk preist das Glück die­ses his­to­ri­schen Au­gen­blicks.

1. Akt ca. 60 Minuten
Pause ca. 30 Minuten
2. Akt ca. 70 Minuten

Re­gis­seur Jan Lauwers ver­zich­tet in sei­ner In­sze­nie­rung dar­auf, sim­ple Gut-Bö­se-Scha­blo­nen über die Fi­gu­ren zu stül­pen. Statt­des­sen lo­tet er die Viel­schich­tig­kei­ten der Cha­rak­te­re aus und zeigt – wie von Mozart ge­for­dert – eine »wah­re Oper«, al­so wah­re Men­schen, wah­re See­len­land­schaf­ten. Es ge­lingt ihm, Mu­sik und Bild, Vi­deo und Tanz, Raum und Klang mit­ein­an­der zu ver­we­ben und so ein um­fas­sen­des Kunst­werk zu er­schaf­fen. Mehr­deu­tig­keit ist da­bei be­stim­men­des Prin­zip: Lauwers schafft ei­nen as­so­zia­ti­ons­rei­chen Raum, in den man in­tui­tiv ein­tau­chen kann. Im Sin­ne ei­ner Viel­deu­tig­keit ver­or­tet der Re­gis­seur die Hand­lung we­der zeit­lich noch ört­lich, son­dern ent­wirft über­zeit­li­che Bil­der voll sug­ges­ti­ver Er­zähl­kraft.

Dem Kom­po­si­ti­ons­auf­trag und der Vor­la­ge, ei­nem Li­bret­to Pie­tro Me­ta­sta­si­os, ent­spre­chend, warf Mozart mit La cle­men­za di Tito ei­nen Blick zu­rück auf die Opera seria. In­dem er mit ei­ner laut sei­nem Werk­ver­zeich­nis „zu ei­ner wah­ren Oper re­du­zier­ten“ Fas­sung des Dresd­ner Hof­dich­ters Ca­te­ri­no Maz­zo­là ar­bei­te­te, hat­te der Kom­po­nist al­ler­dings ei­ne kom­pak­te­re und der mu­si­ka­li­schen Dy­na­mik ent­ge­gen­kom­men­de­re Fas­sung zur Ver­fü­gung: Von den ur­sprüng­lich 25 Ari­en blie­ben nur sie­ben er­hal­ten, vier mit neu­em Text ka­men hin­zu.

Auch in­ner­halb der zur Ent­ste­hungs­zeit ge­lob­ten „stren­gen Form“ ge­lan­gen Mozart er­grei­fen­de Mo­men­te wie das Du­ett No. 7 (An­nio und Ser­vi­lia). Das Quin­tett zum Fi­na­le des 1. Ak­tes weist als span­nungs­rei­ches Ak­ti­ons­fi­na­le über die äl­te­re Opera seria hin­aus und ver­mag so­gar Er­in­ne­run­gen an die Fi­na­li der Da-Pon­te-Opern auf­blit­zen zu las­sen. Be­mer­kens­wert sind auch die Ari­en mit ob­li­ga­tem Kla­ri­net­ten- bzw. Bas­set­horn­so­lo (No. 9, Ses­to und No. 23, Vi­tel­lia), die Mozart für sei­nen Freund und Lo­gen­bru­der An­ton Stad­ler schrieb, ei­nen Vir­tuo­sen auf bei­den In­stru­men­ten.

Als Krö­nungs­oper an­läss­lich der Krö­nung Kai­ser Le­o­polds II. hat­ten die böh­mi­schen Stän­de das Werk be­auf­tragt – ei­ne Krö­nung, die Jo­seph II. noch ver­wei­gert hat­te. La cle­men­za di Tito war von den vom Kle­rus und Adel do­mi­nier­ten Stän­den auch als ein Ap­pell an die Mil­de Le­o­polds in dem Sin­ne ge­meint, dass sie sich die Rück­nah­me der zen­tra­lis­ti­schen Re­for­men Jo­sephs II. zu­guns­ten re­gio­na­ler Pri­vi­le­gi­en er­hoff­ten. Ei­ne Hoff­nung, die ent­täuscht wur­de.

Ge­gen­über der Me­ta­sta­sio-Fas­sung fällt an der Oper des Frei­mau­rers Mozart, die im­mer­hin im An­ge­sicht der Fran­zö­si­schen Re­vo­lu­ti­on ur­auf­ge­führt wur­de, auf, dass die Mil­de des Herr­schers nicht mehr aus des­sen Got­tes­gna­den­tum, son­dern aus sei­nen ei­ge­nen mo­ra­li­schen Über­zeu­gun­gen er­klärt wird.

Diese Produktion wird gefördert von

Häufige Fragen

Tickets für unsere Stehplätze können am Vorstellungstag ab 10 Uhr online oder an den Bundestheaterkassen erworben werden. Besitzer*innen einer BundestheaterCard können Stehplätze bereits am Tag vor der Vorstellung online buchen.

Zusätzlich steht für reguläre Abendvorstellungen ein fixes Kontingent an Stehplatztickets ab 80 Minuten vor Vorstellungsbeginn an unserer Stehplatzkassa (Eingang Operngasse) zur Verfügung.

Un­se­re Opern wer­den in den Ori­gi­nal­spra­chen ge­sun­gen – die­se sind je nach Werk un­ter­schied­lich und un­ter dem Ti­tel an­ge­ge­ben.

An je­dem Sitz­platz kön­nen Un­ter­ti­tel in ver­schie­de­nen Spra­chen über ei­nen ei­ge­nen Un­ter­ti­tel-Bild­schirm ein- oder aus­ge­schal­tet wer­den. Ne­ben der Ori­gi­nal­spra­che der Oper, Deutsch und Eng­lisch, kön­nen Sie aus bis zu sechs wei­ter­en Spra­chen wäh­len: Ita­lie­nisch, Fran­zö­sisch, Rus­sisch, Ja­pa­nisch, Spa­nisch, Chi­ne­sisch (Man­da­rin).

Bei einer Vorstellungsänderung können Sie Ihre Tickets selbstverständlich zurückgeben oder umtauschen.

Da Umbesetzungen aufgrund von Erkrankungen oder sonstigen Verhinderungen von Künstler*innen nicht auszuschließen sind, besteht in diesem Fall kein Anspruch auf Erstattung des Ticketpreises oder Umtausch.

Bei einem Nicht-Einlass in den Saal durch Zuspätkommen (auch nach der Pause) ist eine Rückgabe oder ein Umtausch des Tickets nicht möglich.

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Die Gar­der­oben be­fin­den sich ne­ben den Ein­gän­gen an der Sei­te Opern­gas­se, auf dem Bal­kon und der Ga­le­rie rechts- und links­sei­tig so­wie in den Lo­gen.
Alle Gar­der­oben im Haus sind kos­ten­frei.

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Wir bit­ten Sie, pünkt­lich zu den Vor­stel­lun­gen zu er­schei­nen. Zu­spät­kom­men­de kön­nen erst in der Pau­se ein­ge­las­sen wer­den. Auch nach der Pau­se ist ein Nach­ein­lass nicht mög­lich.

Gastronomie

Un­se­re Gas­tro­no­mie hat ab Ein­lass für Sie ge­öff­net.
Vor der Vor­stel­lung kön­nen Sie be­reits et­was es­sen und trin­ken, oder ei­nen Tisch für die Pau­se re­ser­vie­ren.

Praktische Infos

Wei­te­re prak­ti­sche In­fos zu Ih­rem Be­such (z. B. Gas­tro­no­mie, Bar­rie­re­frei­heit, …) fin­den Sie hier.

 

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