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Giuseppe Verdi

Otello

Oper

Text William Shakespeare

Sprache Italienisch

Montag 8. September 2025 19:00 – 22:00 Eine Pause Großer Saal
U27
Abo 13

Ticketinformationen

Einen Wochentag und Lieblingsplätze wählen und fünf Vorstellungen in einer Saison genießen.

In diesem Abo sind folgende Vorstellungen enthalten:

08. September 2025Otello
06. Oktober 2025Fin de partie
10. November 2025Kallirhoe (Ballett)
23. März 2026Die verkaufte Braut
15. Juni 2026Così fan tutte

Besetzung am
8. September 2025

Herold

Alejandro Pizarro-Enríquez

Bianca

Katharina Billerhart

Musikalische Leitung

Regie

Adrian Noble

Ausstattung

Dick Bird

Bühneneffekte

Basil Twist

Licht

Jean Kalman

Kampfmeister

Malcolm Ranson

Regieassistenz

Joanne Pearce

Über das Werk

Des­de­mo­na hat sich in den aus­län­di­schen Ge­ne­ral Otel­lo ver­liebt und ge­gen den Wil­len ih­res Va­ters ge­hei­ra­tet.

Jago, ein in­tri­gan­ter, bös­ar­ti­ger Fähn­rich Otel­los, will die­sen zer­stö­ren. Und tat­säch­lich ge­lingt ihm dies auf raf­fi­nier­te Wei­se: Er kann Otel­lo nach und nach über­zeu­gen, dass sei­ne Ab­göt­tin Des­de­mo­na ihn be­trügt. Erst nach­dem Otel­lo dar­auf­hin sei­ne Frau vol­ler Hass und Ei­fer­sucht er­mor­det hat, wird ihm ih­re Un­schuld klar. Vol­ler Reue er­sticht sich Otel­lo und nimmt ster­bend mit ei­nem Kuss Ab­schied von der ge­lieb­ten To­ten.

Otello

Handlung

Des­de­mo­na, die Toch­ter des ve­ne­zia­ni­schen Se­na­tors Bra­ban­tio, liebt den im Diens­te Ve­ne­digs ste­hen­den er­folg­rei­chen aus­län­di­schen Ge­ne­ral Otel­lo und hei­ra­tet ihn heim­lich oh­ne Wis­sen ih­res Va­ters.

Als Bra­ban­tio vom ei­fer­süch­ti­gen Ro­de­ri­go, der sich sei­ner­seits zu Des­de­mo­na hin­ge­zo­gen fühlt, aber vom Va­ter ab­ge­wie­sen wur­de, über die­se Ehe un­ter­rich­tet wird, bricht er er­bost auf, um Otel­lo zu ver­haf­ten. Zur glei­chen Zeit wird al­ler­dings die Neu­ig­keit ver­brei­tet, dass die tür­ki­sche Kriegs­flot­te Kurs auf das von Ve­ne­dig be­setz­te Zy­pern hält.

Otel­lo wird vom Do­gen zum Ober­be­fehls­ha­ber der Ver­tei­di­gung er­nannt, und da sich her­aus­stellt, dass Otel­lo ein gern ge­se­he­ner Gast im Hau­se Bra­ban­ti­os war, wird auch sei­ne Ehe mit Des­de­mo­na ge­bil­ligt – Bra­ban­tio muss ein­len­ken. Jago, ein Fähn­rich Otel­los, der bei ei­ner Be­för­de­rung zum Haupt­mann zu­guns­ten Cas­si­os über­gan­gen wur­de, hasst sei­nen Herrn, sinnt auf Ra­che, kann sich je­doch des­sen Ver­trau­en er­schlei­chen.

Wäh­rend ei­nes Ge­wit­ter­stur­mes kehrt Otel­lo als Sie­ger über die Tür­ken von ei­ner See­schlacht nach Zy­pern zu­rück.

Jago ver­spricht Ro­de­ri­go, dass Des­de­mo­na einst ihm ge­hö­ren sol­le, und hetzt ihn ge­gen Cas­sio auf, den er be­trun­ken macht, so­dass es zum Streit zwi­schen Cas­sio und Ro­de­ri­go kommt. Ein Tu­mult ent­steht, den Otel­lo schlich­tet. Er de­gra­diert Cas­sio und ord­net Ru­he an. Nur Otel­lo und Des­de­mo­na blei­ben zu­rück, be­rauscht vom ge­mein­sa­men Lie­bes­glück. Dem de­gra­dier­ten Cas­sio rät Jago, Des­de­mo­na um Für­spra­che bei Otel­lo zu bit­ten.

Kaum ist Cas­sio ge­gan­gen, be­kräf­tigt Jago sei­nen Glau­ben an die ei­ge­ne Bös­ar­tig­keit, die er zu sei­nen Guns­ten nüt­zen kann, sei­nen Glau­ben an die Aus­ge­lie­fert­heit des Men­schen an ein bö­ses Schick­sal und sei­nen Un­glau­ben an ein Wei­ter­le­ben nach dem Tod.

Wäh­rend Cas­sio vor Des­de­mo­na tritt, schürt Jago Otel­los Ei­fer­sucht, der die bei­den bei ih­rem Ge­spräch aus der Fer­ne be­ob­ach­tet. Als Des­de­mo­na ih­ren Gat­ten dann tat­säch­lich bit­tet, Cas­sio zu ver­zei­hen, re­agiert Otel­lo ent­spre­chend wü­tend.

Heim­lich ent­reißt Jago sei­ner Gat­tin Emi­lia – der Kam­mer­frau Des­de­mo­nas – ein Ta­schen­tuch ih­rer Her­rin und re­det Otel­lo ein, er ha­be Cas­sio im Schlaf Des­de­mo­nas Na­men aus­spre­chen hö­ren und bei ihm ihr Ta­schen­tuch ge­se­hen. Otel­lo schwört Ra­che.

Jago lässt Otel­lo ein Ge­spräch zwi­schen ihm und Cas­sio be­lau­schen,

Jago lässt Otel­lo ein Ge­spräch zwi­schen ihm und Cas­sio be­lau­schen, von dem Otel­lo nur ei­ni­ge ver­fäng­lich schei­nen­de Bruch­stü­cke auf­schnap­pen kann. Da­bei hält Cas­sio das ihm von Jago zu­ge­spiel­te Ta­schen­tuch Des­de­mo­nas in Hän­den.

Lo­do­vi­co, ein ve­ne­zia­ni­scher Ge­sand­ter, er­scheint, um Otel­lo sei­ne Ab­lö­sung mit­zu­tei­len. Als der sich ge­demü­tigt füh­len­de, sei­ner Sin­ne kaum noch mäch­ti­ge Otel­lo we­nig spä­ter Des­de­mo­na zor­nig zu Bo­den schleu­dert, flie­hen al­le ent­setzt aus dem Saal. Jago tri­um­phiert über den ohn­mäch­tig nie­der­sin­ken­den Otel­lo.

In ih­rer Kam­mer be­gibt sich Des­de­mo­na, von düs­te­ren Ah­nun­gen ge­plagt, zu Bett. Otel­lo nä­hert sich der Schla­fen­den, weckt sie und wirft ihr Un­treue vor. Ver­ge­bens be­teu­ert sie ih­re Un­schuld, Otel­lo er­würgt sie. Der Lärm ruft Emi­lia her­bei. Sie klärt den Sach­ver­halt mit dem Ta­schen­tuch auf, wor­auf Jago die Flucht er­greift. Otel­lo er­sticht sich und nimmt mit ei­nem Kuss Ab­schied von der ge­lieb­ten To­ten.

Akt 1 & Akt 2 75 Minuten
Pause 30 Minuten
Akt 3 & Akt 4 75 Minuten

Die ak­tu­el­le In­sze­nie­rung – es ist die ins­ge­samt ach­te an die­sem Haus – stammt von Adri­an No­ble, der die Hand­lung ge­mein­sam mit sei­nem Aus­stat­ter Dick Bird an den Be­ginn des 20. Jahr­hun­derts ver­legt, um die Span­nun­gen, die sich durch den Ge­gen­satz zwi­schen der lo­ka­len Be­völ­ke­rung und der frem­den ve­ne­zia­ni­schen Mi­li­tär­macht er­ge­ben, vor dem Hin­ter­grund des Ko­lo­nia­lis­mus zu be­leuch­ten. Zu­sätz­li­che In­spi­ra­ti­ons­quel­len für die Pro­duk­ti­on wa­ren für No­ble und Bird die künst­le­ri­schen Aus­ein­an­der­set­zun­gen skan­di­na­vi­scher Dra­ma­ti­ker und Ma­ler mit dem The­ma Ei­fer­sucht, das Shake­speare einst als ge­fähr­lichs­te mensch­li­che Emo­ti­on ein­stuf­te.

Mu­si­ka­lisch stellt die Ver­to­nung von Shake­speares Othello den Schluss­punkt von Ver­dis le­bens­lan­gen Be­mü­hun­gen dar, dem stan­dar­di­sier­ten Sche­ma­tis­mus des ita­lie­ni­schen me­lo­dram­ma den Atem des wah­ren Dra­mas ein­zu­hau­chen. Die For­men und For­meln ord­nen sich dem von Ver­di spä­tes­tens seit den 1850er-Jah­ren er­streb­ten »Gan­zen« un­ter und sind nicht mehr mu­si­ka­li­scher Selbst­zweck, son­dern er­ste­hen al­lein aus der im­ma­nen­ten Ge­setz­mä­ßig­keit des Dra­mas, das sie be­glau­bigt.

So groß Ver­dis Be­geis­te­rung für das Werk Shake­speares auch war, im End­ef­fekt ba­sier­ten nur drei sei­ner Opern auf Vor­la­gen des eng­li­schen Dra­ma­ti­kers – ne­ben Macbeth wa­ren dies sei­ne zwei letz­ten Wer­ke für das Mu­sik­thea­ter, al­so Otel­lo und Fal­staff, die er bei­de auf Li­bret­ti sei­nes ehe­ma­li­gen künst­le­ri­schen Kon­tra­hen­ten Ar­ri­go Boi­to kom­po­nier­te. Die ge­mein­sa­me Ar­beit an Otel­lo dau­er­te rund sie­ben Jah­re, ehe die Oper am 5. Fe­bru­ar 1887 an der Mai­län­der Sca­la er­folg­reich ur­auf­ge­führt wur­de. In kür­zes­ter Zeit wur­de Otel­lo welt­weit nach­ge­spielt, so auch in Wien, wo die Oper am 15. März 1888 an der Hof­oper, der heu­ti­gen Staats­oper, zur ös­ter­rei­chi­schen Erst­auf­füh­rung ge­lang­te.

Die vier­ak­ti­ge Oper, die ur­sprüng­lich den Ti­tel Jago hät­te tra­gen sol­len, weist im Ver­gleich mit Shake­speare ei­ni­ge of­fen­sicht­li­che äu­ße­re Un­ter­schie­de auf: So wur­de zum Bei­spiel der ers­te Akt des Schau­spiels weg­ge­las­sen, da­für aber mit dem Cre­do des Jago ei­ne Selbst­re­fle­xi­on ein­ge­fügt, die ihn als Bö­se­wicht kla­rer fass­bar er­schei­nen lässt als im Sprech­stück.

Ein Mann in einem weißen Gewand sitzt auf einem Stuhl. Auf seinem Schoss sitzt eine Frau in einem weißen Kleid.
Ein Mann sitzt mit Stiefeln auf einem Bett und liest in einer Zeitung. Im Hintergrund sitzt ein weiterer Mann der ihn beobachtet.
Eine Gruppe Menschen steht auf der Bühne. Über ihnen hängen viele Lampen. Im Zentrum stehen ein Mann in einem langen weißen Gewand und ein Mann in einer bauen Uniform.
Eine Frau in einem weißen Kleid steht einem Mann in einem goldenen Morgenmantel gegenüber. Er hält sie am Arm fest.
Eine Gruppe Menschen steht auf der Bühne. Über ihnen hängen viele Lampen. Im Zentrum steht ein Mann in einem langen weißen Gewand.
Zwei Frauen, die eine in einem hellen und die andere in einem dunklen Kleid, stehen vor einer Gruppe schwarz gekleideter Menschen.
Eine Gruppe Menschen steht auf der Bühne. Über ihnen hängen viele Lampen.

Diese Produktion wird gefördert von

Häufige Fragen

Tickets für unsere Stehplätze können am Vorstellungstag ab 10 Uhr online oder an den Bundestheaterkassen erworben werden. Besitzer*innen einer BundestheaterCard können Stehplätze bereits am Tag vor der Vorstellung online buchen.

Zusätzlich steht für reguläre Abendvorstellungen ein fixes Kontingent an Stehplatztickets ab 80 Minuten vor Vorstellungsbeginn an unserer Stehplatzkassa (Eingang Operngasse) zur Verfügung.

Un­se­re Opern wer­den in den Ori­gi­nal­spra­chen ge­sun­gen – die­se sind je nach Werk un­ter­schied­lich und un­ter dem Ti­tel an­ge­ge­ben.

An je­dem Sitz­platz kön­nen Un­ter­ti­tel in ver­schie­de­nen Spra­chen über ei­nen ei­ge­nen Un­ter­ti­tel-Bild­schirm ein- oder aus­ge­schal­tet wer­den. Ne­ben der Ori­gi­nal­spra­che der Oper, Deutsch und Eng­lisch, kön­nen Sie aus bis zu sechs wei­ter­en Spra­chen wäh­len: Ita­lie­nisch, Fran­zö­sisch, Rus­sisch, Ja­pa­nisch, Spa­nisch, Chi­ne­sisch (Man­da­rin).

Bei einer Vorstellungsänderung können Sie Ihre Tickets selbstverständlich zurückgeben oder umtauschen.

Da Umbesetzungen aufgrund von Erkrankungen oder sonstigen Verhinderungen von Künstler*innen nicht auszuschließen sind, besteht in diesem Fall kein Anspruch auf Erstattung des Ticketpreises oder Umtausch.

Bei einem Nicht-Einlass in den Saal durch Zuspätkommen (auch nach der Pause) ist eine Rückgabe oder ein Umtausch des Tickets nicht möglich.

Infos zu Ihrem Besuch

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Die Gar­der­oben be­fin­den sich ne­ben den Ein­gän­gen an der Sei­te Opern­gas­se, auf dem Bal­kon und der Ga­le­rie rechts- und links­sei­tig so­wie in den Lo­gen.
Alle Gar­der­oben im Haus sind kos­ten­frei.

Pünktlichkeit

Wir bit­ten Sie, pünkt­lich zu den Vor­stel­lun­gen zu er­schei­nen. Zu­spät­kom­men­de kön­nen erst in der Pau­se ein­ge­las­sen wer­den. Auch nach der Pau­se ist ein Nach­ein­lass nicht mög­lich.

Gastronomie

Un­se­re Gas­tro­no­mie hat ab Ein­lass für Sie ge­öff­net.
Vor der Vor­stel­lung kön­nen Sie be­reits et­was es­sen und trin­ken, oder ei­nen Tisch für die Pau­se re­ser­vie­ren.

Praktische Infos

Wei­te­re prak­ti­sche In­fos zu Ih­rem Be­such (z. B. Gas­tro­no­mie, Bar­rie­re­frei­heit, …) fin­den Sie hier.

 

Infos zu Ermäßigungen, Abos und Zyklen

Ermäßigungen

Die Wiener Staatsoper bietet folgende Angebote für vergünstigte Tickets an:

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  • BundestheaterCard
  • Ballett-Bonus
  • Ö1-Club
  • Kulturpass »Hunger auf Kunst und Kultur«
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