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Mehrere elegant gekleidete Personen stehen zusammen und lachen herzlich bei einem festlichen Anlass.
Giuseppe Verdi

La Traviata

Oper

Melodramma in drei Akten

Text Alexandre Dumas (Sohn)

Sprache Italienisch

Altersempfehlung 14 +

Über das Werk

Vio­let­ta Va­lé­ry ist mehr als ei­ne Frau. Sie ist ein käuf­li­ches Wunsch­ob­jekt der Pa­ri­ser Ge­sell­schaft, die in Al­fre­do ih­re Lie­be fin­det, aber dem ge­sell­schaft­li­chen Dün­kel sei­nes Va­ters nach­gibt und sich von ihm trennt.

In sei­ner mit rie­si­gen Vi­deo­wän­den und den so­zia­len Me­di­en spek­ta­ku­lär jon­glie­ren­den In­sze­nie­rung ver­legt Si­mon Sto­ne die­se Ge­schich­te ins Heu­te. Vio­let­ta, das ist ein Pa­ri­ser It-Girl, ei­ne In­flu­en­ce­rin, die in der In­sta­gram-Bla­se ge­fan­gen bleibt und de­ren Le­ben der vir­tu­el­len Prä­sen­ta­ti­ons- und Schau­gier aus­ge­lie­fert ist. Ein­sam im Öf­fent­li­chen ist sie – und ei­ne Au­ßen­sei­te­rin.

La Traviata

Handlung

Vio­let­ta Va­lé­ry, käuf­li­ches Wunsch­ob­jekt der Pa­ri­ser Ge­sell­schaft, fei­ert aus­ge­las­sen – nach lan­ger Krank­heit nur schein­bar ge­ne­sen. Al­fre­do, ein jun­ger Mann aus der Pro­vinz, preist in ei­nem Trink­lied die wah­re Lie­be.

Vio­let­ta hin­ge­gen be­kennt sich zum un­be­schwer­ten Le­bens­ge­nuss. In­mit­ten des aus­ge­las­se­nen Fes­tes er­lei­det sie ei­nen Schwä­che­an­fall. Als sie sich von der Men­ge zu­rück­zieht, ge­steht ihr Al­fre­do sei­ne Lie­be, auf die sich Vio­let­ta nicht ein­las­sen will: Sie kön­ne ihm nur Freund­schaft, nicht aber Lie­be ver­spre­chen. Doch schnell ge­rät sie in ei­nen Zwiespalt der Ge­füh­le: Soll sie ihr bis­he­ri­ges Le­ben auf­ge­ben und Ge­füh­le zu­las­sen?

Vio­let­ta und Al­fre­do sind ein Paar und ha­ben sich aufs Land zu­rück­ge­zo­gen. Vio­let­ta sind seit­her gro­ße Schul­den ent­stan­den, die sie vor Al­fre­do ge­heim hält.

Als er von Vio­let­tas Haus­häl­te­rin An­ni­na er­fährt, dass Vio­let­ta ihr Ha­be ver­kauft, um den ge­mein­sa­men Haus­halt wei­ter fi­nan­zie­ren zu kön­nen, reist er nach Pa­ris, um sei­ner­seits die not­wen­di­gen Mit­tel be­reit­zu­stel­len.

Wäh­rend sei­ner Ab­we­sen­heit for­dert Al­fre­dos Va­ter von Vio­let­ta das En­de der Be­zie­hung, die den Ruf der Fa­mi­lie und da­mit die Ver­lo­bung von Al­fre­dos Schwes­ter ge­fähr­det. Nach lan­gem Kampf wil­ligt Vio­let­ta ein, sich für das Glück der Schwes­ter zu op­fern. Sie schreibt ei­nen Ab­schieds­brief, ent­zieht sich dem zu­rück­keh­ren­den Al­fre­do und reist heim­lich nach Pa­ris. Al­fre­do, dem sie ih­ren Brief über­brin­gen lässt, ver­mu­tet, Ba­ron Dou­phol ha­be ihm Vio­let­ta aus­ge­spannt. Als er ih­re Ein­la­dung zu ei­nem Fest fin­det, folgt er ihr, um Ra­che zu neh­men.

Bei dem or­gi­as­ti­schen Fest geht es hoch her. Al­fre­do ge­winnt im Glücks­spiel und reizt Dou­phol. Vio­let­ta will ei­ne wei­te­re Es­ka­la­ti­on ver­hin­dern und bit­tet Al­fre­do um ein Ge­spräch, in dem sie ihm aber den wah­ren Grund ih­res Bru­ches ver­schweigt. Von Al­fre­do be­drängt, er­klärt sie, den Ba­ron zu lie­ben. Voll Zorn und Ent­täu­schung be­lei­digt Al­fre­do – zum Ent­set­zen der An­we­sen­den – Vio­let­ta aufs Gröbs­te.

Die ver­arm­te Vio­let­ta ist dem Tod na­he. Ei­ner Nach­richt von Al­fre­dos Va­ter ent­nimmt sie, dass die­ser nun die Wahr­heit kennt und um ihr Op­fer weiß.

Doch der end­lich an­kom­men­de Ge­lieb­te trifft, eben­so wie sein her­bei­ge­eil­ter Va­ter, nur noch ei­ne Ster­ben­de an.

1. Akt ca. 30 Minuten
Pause ca. 25 Minuten
2. Akt ca. 65 Minuten
Pause ca. 25 Minuten
3. Akt ca. 30 Minuten

Si­mon Sto­nes In­sze­nie­rung nimmt die Ge­gen­wär­tig­keit von La traviata wört­lich – Vio­let­ta Va­lé­ry lebt hier in ei­nem sehr ge­gen­wär­ti­gen Pa­ris voll Glanz und Gla­mour. In auf­wän­dig pro­du­zier­ten Vi­deo­se­quen­zen er­zäh­len der Re­gis­seur und sein Team auch den be­reits von Ver­di und Li­bret­tist So­a­ve selbst­be­wusst ge­stal­te­ten Cha­rak­ter der Vio­let­ta wei­ter: Als In­flu­en­ce­rin mit Mil­lio­nen an In­sta­gram-Fol­lo­wern und ei­ge­ner Par­füm­li­nie kann sie durch­aus für sich selbst sor­gen – so­lan­ge ihr ge­sund­heit­li­cher Zu­stand es er­laubt. Mit dem Rea­lis­mus und der Opu­lenz der Vi­de­os kon­tras­tiert in reiz­vol­ler Wei­se die re­du­zier­te Büh­nen­äs­the­tik von Bob Cou­sins, in der rea­lis­ti­sche Büh­nen­ele­men­te wie auf dem se­man­ti­schen Prä­sen­tier­tel­ler her­aus­ge­stellt er­schei­nen.

Wir emp­feh­len den Be­such die­ser Pro­duk­ti­on ab 14 Jah­ren.

La traviata ent­hält ei­ni­ge der be­kann­tes­ten Me­lo­di­en der Opern­li­te­ra­tur – Vio­let­tas »Ama­mi, Al­fre­do« und das no­to­ri­sche Trink­lied »Li­bia­mo ne‘ lie­ti ca­li­ci« sind nur zwei der Num­mern, die sich längst au­ßer­halb des Opern­kon­tex­tes ver­selbst­stän­digt ha­ben. Ih­re Qua­li­tät wird aber erst in­ner­halb die­ses Kon­tex­tes wirk­lich ver­ständ­lich: »Was die Be­son­der­heit Ver­dis jen­seits der ›so­li­te con­ve­nien­ze‹ [der ver­bind­li­chen dra­ma­tur­gi­schen Re­geln sei­ner Zeit, Anm.] aus­macht, ist vor al­lem sei­ne me­lo­di­sche Er­fin­dung, die we­ni­ger aus ei­nem Sinn für bieg­sa­me Kan­ti­le­nen als viel­mehr aus der dra­ma­ti­schen Ges­te her­aus er­wächst. Sie gibt den han­deln­den Per­so­nen Kon­tur, oh­ne frei­lich die Be­lan­ge der Sän­ger­stars zu ver­nach­läs­si­gen. Ver­dis Kom­po­nie­ren ist in ho­hem Ma­ße em­pa­thisch; statt das Ge­sche­hen auf der Büh­ne wie ein all­wis­sen­der Er­zäh­ler durch den mu­si­ka­li­schen Satz dar­zu­le­gen, schlüpft Ver­di gleich­sam in sei­ne Rol­len hin­ein und lässt sie selbst zu Wort kom­men.« (Sil­ke Leo­pold).

Ale­xan­dre Du­mas’ Ro­man La dame aux camélias (Die Kameliendame, 1848) war ein so gro­ßer Er­folg, dass der Au­tor das Werk zu ei­nem Thea­ter­stück be­ar­bei­te­te. Giu­sep­pe Ver­di kann­te bei­de Fas­sun­gen, die Schau­spiel­ver­si­on sah er bei der Ur­auf­füh­rung in Pa­ris im Jahr 1852. In der Be­ar­bei­tung des Li­bret­tis­ten Fran­ces­co Ma­ria Pia­ve wur­de Mar­gue­ri­te Gau­tier zu Vio­let­ta Va­lé­ry, und das auf­se­hen­er­re­gen­de Thea­ter­stück wur­de zu­erst zu ei­ner der ers­ten rea­lis­ti­schen Opern über­haupt, dann – im Lauf der Ge­schich­te und oh­ne Ver­dis Zu­tun – zum drit­ten Teil der so­ge­nann­ten „Tri­lo­gia po­po­la­re“ (mit Il trovatore und Rigoletto) und schließ­lich zur be­lieb­tes­ten und meist­ge­spiel­ten Ver­di-Oper al­ler Zei­ten.

Eine Koproduktion mit der Opéra National de Paris.

Häufige Fragen

Tickets für unsere Stehplätze können am Vorstellungstag ab 10 Uhr online oder an den Bundestheaterkassen erworben werden. Besitzer*innen einer BundestheaterCard können Stehplätze bereits am Tag vor der Vorstellung online buchen.

Zusätzlich steht für reguläre Abendvorstellungen ein fixes Kontingent an Stehplatztickets ab 80 Minuten vor Vorstellungsbeginn an unserer Stehplatzkassa (Eingang Operngasse) zur Verfügung.

Un­se­re Opern wer­den in den Ori­gi­nal­spra­chen ge­sun­gen – die­se sind je nach Werk un­ter­schied­lich und un­ter dem Ti­tel an­ge­ge­ben.

An je­dem Sitz­platz kön­nen Un­ter­ti­tel in ver­schie­de­nen Spra­chen über ei­nen ei­ge­nen Un­ter­ti­tel-Bild­schirm ein- oder aus­ge­schal­tet wer­den. Ne­ben der Ori­gi­nal­spra­che der Oper, Deutsch und Eng­lisch, kön­nen Sie aus bis zu sechs wei­ter­en Spra­chen wäh­len: Ita­lie­nisch, Fran­zö­sisch, Rus­sisch, Ja­pa­nisch, Spa­nisch, Chi­ne­sisch (Man­da­rin).

Bei einer Vorstellungsänderung können Sie Ihre Tickets selbstverständlich zurückgeben oder umtauschen.

Da Umbesetzungen aufgrund von Erkrankungen oder sonstigen Verhinderungen von Künstler*innen nicht auszuschließen sind, besteht in diesem Fall kein Anspruch auf Erstattung des Ticketpreises oder Umtausch.

Bei einem Nicht-Einlass in den Saal durch Zuspätkommen (auch nach der Pause) ist eine Rückgabe oder ein Umtausch des Tickets nicht möglich.

Infos zu Ihrem Besuch

Garderobe

Die Gar­der­oben be­fin­den sich ne­ben den Ein­gän­gen an der Sei­te Opern­gas­se, auf dem Bal­kon und der Ga­le­rie rechts- und links­sei­tig so­wie in den Lo­gen.
Alle Gar­der­oben im Haus sind kos­ten­frei.

Pünktlichkeit

Wir bit­ten Sie, pünkt­lich zu den Vor­stel­lun­gen zu er­schei­nen. Zu­spät­kom­men­de kön­nen erst in der Pau­se ein­ge­las­sen wer­den. Auch nach der Pau­se ist ein Nach­ein­lass nicht mög­lich.

Gastronomie

Un­se­re Gas­tro­no­mie hat ab Ein­lass für Sie ge­öff­net.
Vor der Vor­stel­lung kön­nen Sie be­reits et­was es­sen und trin­ken, oder ei­nen Tisch für die Pau­se re­ser­vie­ren.

Praktische Infos

Wei­te­re prak­ti­sche In­fos zu Ih­rem Be­such (z. B. Gas­tro­no­mie, Bar­rie­re­frei­heit, …) fin­den Sie hier.

 

Infos zu Ermäßigungen, Abos und Zyklen

Ermäßigungen

Die Wiener Staatsoper bietet folgende Angebote für vergünstigte Tickets an:

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  • BundestheaterCard
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  • Ö1-Club
  • Kulturpass »Hunger auf Kunst und Kultur«
  • Behindertenpass
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