Über das Werk
Der junge Prinz Tamino erhält von der Königin der Nacht den Auftrag, ihre Tochter Pamina – in die er sich bereits beim Anblick eines Porträts verliebt – aus den Händen Sarastros zu retten.
Gemeinsam mit Papageno macht er sich auf die Reise. Im Laufe seiner Unternehmung erkennt Tamino die Güte Sarastros. Er besteht mehrere Prüfungen und darf zum Lohn, gemeinsam mit Pamina, an die Stelle Sarastros treten. Auch Papageno findet eine zu ihm passende Partnerin: Papagena.
Die Zauberflöte
Handlung
Der junge Prinz Tamino wird von einer gefährlichen Schlange verfolgt. Im letzten Moment retten drei rätselhafte Damen den Ohnmächtigen und töten die Schlange.
Als Tamino wieder zu sich kommt, trifft er auf Papageno. Die drei Damen übergeben Tamino ein Bildnis von Pamina, der Tochter der Königin der Nacht. Der Prinz verliebt sich in das Bild und verspricht der Königin, Pamina aus den Händen Sarastros, der sie geraubt hat, zu befreien. Er macht sich gemeinsam mit Papageno auf die Reise: Zur Unterstützung erhalten Tamino eine Zauberflöte und Papageno ein Glockenspiel. Papageno, der von Tamino vorausgeschickt wurde, trifft auf Pamina, die vom Sklaven Monostatos bedrängt wird. Papageno schlägt Monostatos in die Flucht und gewinnt Pamina für Tamino. Als sie sich davonmachen wollen, werden sie von Sarastro und seinem Gefolge überrascht.
Tamino erkennt die Güte Sarastros.
Um aber ein vollwertiges Mitglied seiner Priesterschaft zu werden, muss er – zusammen mit Papageno – mehrere schwere Prüfungen bestehen. Tamino gelingt es, alle Proben vorbildlich zu meistern, und er darf zum Lohn, gemeinsam mit Pamina, an die Stelle Sarastros treten. Papageno, der nicht so erfolgreich war, wird dennoch mit einer zu ihm passenden Partnerin – Papagena – beglückt.
Trailer
Die Zauberflöte an der Wiener Staatsoper zeichnet sich durch die detailreiche, geradezu filmische Regiehandschrift von Barbora Horáková aus: Die Handlung beginnt in einem Spukhaus, das von den drei Knaben entdeckt wird. Es ist die dunkle, aber auch magische Welt der Königin der Nacht, in die die drei Knaben hineingezogen werden und wo sich auch Tamino wiederfindet. Schon bald reisen die Zuschauerinnen und Zuschauer mit den Figuren immer weiter in die reale Welt – einen Kohlenkeller, eine Schulklasse, einen »Gentlemen’s Club«, in dem Sarastro über die Zukunft zu entscheiden versucht, Paminas Kinderzimmer – und auch wieder zurück in den sich stets verändernden Raum im eingangs erwähnten Spukhaus…
Die Zauberflöte – sie zählt neben La clemenza di Tito und dem Requiem zu den letzten großen Werken des Komponisten – zeigt eindrucksvoll Mozarts Spätstil. Bei aller Vielschichtigkeit des Geschehens reduziert der Komponist mehr und mehr das musikalische Gefüge und stößt so zum wirklich Essenziellen vor. Die Zauberflöte macht aber auch das Nebeneinander und Miteinander der unterschiedlichen musikalischen Texturen aus: Papageno entstammt teils dem Vorstadttheater-Stil (Die Zauberflöte wurde im Wiener Freihaustheater auf der Wieden uraufgeführt), andere Figuren des Werks hingegen bevölkern deutlich »opernhaftere« Sphären.
Mozarts Die Zauberflöte, zum Großteil entstanden zwischen Frühjahr und Herbst 1791, wurde im Freihaustheater auf der Wieden in Wien uraufgeführt. Das Libretto zur Oper verfasste Emanuel Schikaneder, der Impresario des Theaters,
der auch die Rolle des Papageno spielte. In seinem Zauberflöten-Libretto orientierte sich Schikaneder an der herrschenden Vorstadttheater-Sitte, verband Elemente diverser Märchenerzählungen mit bekannten Musiktheater-Stoffen seiner Zeit. So sind einzelne Einflüsse der Geisteswelt der Freimaurer, des Ägyptischen, des populär-Geheimnisvollen zu finden. Die erste Zauberflöten-Vorstellung in der heutigen Wiener Staatsoper fand am 1. September 1869 statt – zuvor hatte man darüber nachgedacht, das Haus am 25. Mai 1869 mit dieser Oper zu eröffnen. Zauberflöten-Motive finden sich auch in der Ausschmückung des Gebäudes – etwa in den Fresken der Schwind-Loggia.