Nikolaus Habjan

© Werner Kmetitsch

Nikolaus Habjan, 1987 in Graz geboren, stu­dier­te Mu­sik­the­a­ter­re­gie an der Uni­ver­si­tät für Mu­sik Dar­stel­len­de Kunst in Wien. Be­reits im Al­ter von 15 Jah­ren be­schäf­tig­te er sich mit dem Pup­pen­the­a­ter und per­fek­tio­nier­te bei Neville Tranter den Ein­satz von Klapp­maul­pup­pen, die er in sei­nen In­sze­nie­run­gen ver­wen­det. Ers­te Pup­pen­the­a­ter-Pro­duk­tio­nen ent­stan­den im Schu­bert The­a­ter in Wien, u. a. Der Herr Karl und F. Zawrel – erb­bio­lo­gisch und so­zi­al min­der­wer­tig, das 2012 mit dem Nestroy-Preis aus­ge­zeich­net wur­de.

Mit sei­nen In­sze­nie­run­gen mit Pup­pen und Schau­spie­lern ist Nikolaus Habjan zu Gast am Wie­ner Burg­the­a­ter (u. a. Jelinek: Schat­ten – Eu­ry­di­ke sagt; Schwab: Volks­ver­nich­tung), am Wie­ner Volks­the­a­ter (Lessing: Na­than der Wei­se, Wien oh­ne Wie­ner – Ei­ne Georg-Kreis­ler-Re­vue), am Schau­spiel­haus Graz (Camus: Das Miss­ver­ständ­nis; Hoch­gat­te­rer / Neville Tranter: The Hills Are Alive), im Next Liberty Graz (Goethe: Faust, der Tra­gö­die ers­ter Teil), am Münch­ner Re­si­denz­the­a­ter (Marivaux: Der Streit), an der Baye­ri­schen Staats­oper (Weber: Oberon), im Schau­spiel­haus Zürich (Schweiz; Aus­schließ­lich In­län­der – Ei­ne Georg-Kreis­ler-Re­vue) und im Lan­des­the­a­ter NÖ in St. Pölten (Jelinek: Am Kö­nigs­weg, Canetti: Die Blen­dung).

2019 in­sze­nier­te er für das The­a­ter an der Wien in der Kam­mer­oper Faust von Gounod und 2020 am The­a­ter an der Wien Salome von Richard Strauss. 2020 fand die Ur­auf­füh­rung von Al­les nicht wahr! – ein Georg-Kreisler-Abend mit Nikolaus Habjan und Franui im Haus für Mozart in Salzburg statt.

Für das Mu­sik­the­a­ter an der Wien in­sze­nier­te er 2023 Oliver Knussens Wo die wil­den Ker­le woh­nen und Offenbachs La Périchole, wo­für er als Sie­ger in der Ka­te­go­rie Bes­te Ge­samt­pro­duk­ti­on Ope­ret­te beim Ös­ter­rei­chi­schen Mu­sik­the­a­ter­preis aus­ge­zeich­net wur­de. Eben­falls 2023 ent­wi­ckel­te er Die schö­ne Mül­le­rin – ei­nen Mu­sik­the­a­ter­abend nach Franz Schubert mit der Mu­sic­ban­da Franui an der Staats­oper Berlin (Deutsch­land).

An der Oper Dortmund (Deutsch­land) war Nikolaus Habjan über meh­re­re Spiel­zei­ten Haus­re­gis­seur und in­sze­nier­te dort u. a. Mozarts Die Zau­ber­flö­te, Die Ent­füh­rung aus dem Se­rail, Offenbachs Or­pheus in der Un­ter­welt so­wie Puccinis Tosca. 2024 er­ar­bei­te­te er mit Franz Welser-Möst in Cleveland (USA) er­neut Die Zau­ber­flö­te. Monteverdis L’Orfeo war in Habjans Re­gie 2023 an der Dresd­ner Sem­per­oper und 2025 bei der Salz­bur­ger Mozart­wo­che zu er­le­ben. Zu­letzt führ­te er Re­gie bei Schickl­gru­ber von Neville Tranter und Jan Veldman am Deut­schen The­a­ter Berlin (Deutsch­land) so­wie bei Wiener Blut von Johann Strauss im Schloss­the­a­ter Schönbrunn.

Pa­ral­lel da­zu be­gann Nikolaus Habjan, sich als Kunst­pfei­fer zu eta­blie­ren, ei­ner im 19. Jahr­hun­dert in Ös­ter­reich äu­ßerst be­lieb­ten mu­si­ka­li­schen Gat­tung. Er tritt mit ver­schie­de­nen Mu­si­kern – dar­un­ter mit der Mu­sic­ban­da Franui (Die sie­ben Le­ben des Ma­xi­mi­li­an, Ach bin ich nir­gend, ach! zu Haus, Al­les nicht wahr, Die schö­ne Mül­le­rin), den Phil­har­mo­nia Schram­meln (Ich pfeif’ auf den Tod) und der Pia­nis­tin und Or­ga­nis­tin Ines Schüttengruber (Ich pfei­fe auf die Oper, Air, Luft­kunst, Zau­ber des Pfei­fens) – im In- und Aus­land als Pup­pen- und Schau­spie­ler, Kunst­pfei­fer und Sän­ger auf.

Seit 2019 un­ter­rich­tet er an der Kunst­uni­ver­si­tät Graz am In­sti­tut für Schau­spiel das Fach Pup­pen­spiel.

https://www.nikolaushabjan.com

Sehr geehrte Besucherin,
sehr geehrter Besucher,

um Ihren Besuch auf unserer Website noch attraktiver zu gestalten, laden wir Sie ein, an deren Neugestaltung mitzuwirken. Wir bitten Sie dazu, eine kurze Umfrage auszufüllen. Diese ist selbstverständlich komplett anonym und Ihre Antworten werden ausschließlich zur Optimierung der Website verwendet.